10. Dezember 2015
von missgreen
13 Kommentare

Müllfreie Weihnachtsbäckerei: selbstgemachtes Orangeat und Zitronat aus nur zwei Zutaten

Oh du Glücklicher, der du einen gut sortierten Unverpacktladen in der Nähe hast! Wir alle anderen stoßen bei der Weihnachtsbäckerei nämlich nur zu schnell an die Grenzen des plastikfreien Einkaufens. Orangeat und Zitronat sind dafür gute Beispiele.

Hast du diese Backzutaten bereits lose gekauft? Ja? Dann schreib‘ doch einen Kommentar, wo du fündig geworden bist.

IMG_1560

Ich habe bereits vor einigen Jahren begonnen, Orangeat selbst herzustellen. Damals war mir vor allem wichtig, nicht das zuckergetränkte Zeugs mit dieser merkwürdigen Konsistenz zu essen, das kaum noch nach Orange schmeckt.

Die Herstellung von Zitronat oder Orangeat ist denkbar einfach und du schlägst damit fünf Fliegen mit einer Klappe:

  • Du bekommst Orangeat fast zum Nulltarif, wenn du Orangen isst.
  • Du nutzt die gesamte Orange, anstatt die Schalen wegzuwerfen.
  • Dein eigenes Orangeat schmeckt viel besser und orangiger als gekauftes.
  • Es ist zuckerfrei!
  • Dein Mülleimer freut sich, denn du verursachst keinen Verpackungsmüll.

IMG_1563

Und so geht es:

Du brauchst nur zwei Zutaten, nämlich unbehandelte Bio-Orangen und Honig. Die Orangen werden mit einem Sparschäler geschält. Ich nehme dazu ganz gerne einen Schäler, der etwas dicker hobelt. Die Schalen schneide ich nun in Würfel und vermische sie in einem Glas mit Honig. Gut umrühren, alle Orangenwürfel sollten mit Honig bedeckt sein.

Du möchtest es genauer und brauchst Grammangaben? Dann halte dich an die Faustregel: mindestens genauso viel Honig wie Orangenschalen.

Das Ganze sollte nun einige Zeit durchziehen. Wer, wie ich in diesem Jahr, nicht frühzeitig daran gedacht hat, das Orangeat vorzubereiten, kann es bereits am nächsten Tag zum Backen verwenden. Leckerer schmeckt es aber, wenn die eingelegten Würfel eine oder mehrere Wochen Zeit bekommen. Merkzettel für’s nächste Jahr: bereits Anfang November Orangeat ansetzen, dann ist es am 1. Advent backfertig!

Die Würfelchen siebe ich ab, den entstandenen Honig-Orangen-Sirup fange ich auf und benutze ihn zum Süßen von Tee oder was mir sonst gerade so einfällt.

Zitronat lässt sich natürlich auf die gleiche Art und Weise herstellen!

So, welche Pläne hast du mit deinem Honig-Orangeat? Oder bevorzugst du doch lieber die Zitronenvariante? Meine Orangenwürfelchen werden jedenfalls in einem leckeren Stollen verbacken, mmmh, auf den freue ich mich schon!

 

Mit diesem Blogpost beteilige ich mich an der Blogparade „Einfach. Nachhaltig.Besser. Leben.“.

13. November 2015
von missgreen
Keine Kommentare

Bedrohliche Meerungeheuer?!

Neuerdings gibt es in der ZEIT etwas für all diejenigen, die noch ein bisschen Kind geblieben sind: malen nach Zahlen. Nachdem ich heute fröhlich gezeichnet hatte, blickte ich aber zuerst ratlos auf das Blatt. Was sollte das für ein Tier sein? Unten rechts die Beine, aber der Rest?

DSC02053

Fieserweise hatte der Titel mich so sehr aufs Thema Tiere fixiert, dass ich die Tüten erst nach einer Weile erkannt habe.

Wuah, eigentlich wollte ich schon länger einen ausführlichen Artikel darüber schreiben, wie der Müll ins Meer gelangt, dass eine Plastiktüte mindestens 10 Jahre da herumschwimmt, dass Plastik nicht verrottet, dass Tiere das Plastik fressen… all das ist unfassbar!

Das kleine Malbild hat mich wieder daran erinnert, wie wichtig die Müllvermeidung ist und dass ich schnellstens den Onlineshop eröffnen sollte! Jawohl! (Der sieht schon gar nicht so schlecht aus, so viel kann ich verraten.)

Habt ihr dieses Bild auch zufällig gerade gemalt?

Oder andersherum: was hat euch zuletzt daran erinnert, wie wichtig das Thema Plastikvermeidung ist?

 

8. Oktober 2015
von missgreen
Keine Kommentare

Apfelschwemme im September

Äpfel, Äpfel, Äpfel…
ApfelschwemmeDieses Jahr hatte unser Apfelbaum offensichtlich gute Laune und hat uns verschwenderisch mit Äpfeln bedacht. So viel hatten wir die letzten Jahre nie!

Wohin mit all den Äpfeln? Wir hatten alle Hände voll zu tun. Sie schmecken leicht säuerlich (roter Boskoop), deshalb essen wir sie selten so aus der Hand. Zum Backen oder für Apfelmus sind diese Äpfel aber unschlagbar, soo lecker!

Als erstes stand also auf dem Plan, Apfelkuchen zu backen und einzufrieren. Dann habe ich Apfelmus in den verschiedensten Variantionen gekocht, das nun im Keller auf uns wartet. Einmal habe ich mich an Apfelchips versucht, das war aber so ein Aufwand, dass ich es nicht wiederholt habe. Zwischendurch gab es Apfelmuffins, rohes Apfelmus mit Rosinen, Apfel-Ingwer-Smoothie und und und…

Kuchen

Der interessanteste Versuch war allerdings der Apfelessig!

Zufällig bin ich bei der Zero Waste Familie darüber gestolpert, dass es kinderleicht ist, selbst Apfelessig herzustellen. Weckgläser sind genug hier, Äpfel auch, also nichts wie los.

Es war wirklich unkompliziert: Apfelstücke ins Glas, Wasser drauf, Tuch drüber spannen und warten. Umrühren und weiter warten. Absieben und warten. Sonst nichts.

EssigNach ein paar Wochen war der selbstgemachte Essig von dieser Glibbermasse bewohnt: die mysteriöse Essigmutter. Das hat also wunderbar funktioniert! Ich bin begeistert! Dieses Glibberglabber kann ich jetzt sogar weiterverwenden und damit Weißweinessig oder sonstwelche Delikatessen herstellen. Wenn das genauso simpel ist wie die Apfelessiggeschichte, werde ich noch zur Essigproduzentin.

Trotz allem bin ich der Apfelschwemme kaum Herr geworden. Viel zu viele Äpfel konnte ich nicht schnell genug verwerten und musste sie der Biotonne überlassen. Falls 2016 wieder so ein hervorragendes Apfeljahr werden sollte, muss ich mir flottere Verwertungsideen einfallen lassen. 

Ich freu mich auf die nächste Apfelschwemme!

 

 

13. September 2015
von missgreen
1 Kommentar

Plastikfreies Kindergartenfrühstück

Schon lange hatte ich im Hinterkopf, neue Brotboxen zu kaufen. Die alten Plastikdinger waren sowieso mittlerweile zu klein, also die perfekte Gelegenheit, auf Edelstahl umzustellen. Aber wieso eigentlich nur für uns einkaufen? Im Kindergarten sind schließlich noch mehr Kinder und bestimmt einige andere öko-denkende Eltern…

Die Idee spukte einige Zeit in meinem Kopf herum, die Leitung des Kindergartens war begeistert und unterstützte mich gerne dabei, Plastikdosen beim Kindergartenfrühstück weniger werden zu lassen. Zuerst war ich ja skeptisch, ob die anderen Eltern überhaupt Interesse an meiner Aktion haben würden – wurde aber schnell eines Besseren belehrt. Fast täglich trudelte eine Mail mit einer Bestellung ein!

Am Wochenende kam jetzt endlich ein dickes Paket an, viele bunte und glänzende Lunchbots für unseren Kindergarten!

Lunchbots

Total un-plastikfrei und un-zero-waste ist natürlich, dass jede einzelne Box in eine Plastiktüte oder in Luftpolsterfolie verpackt ist. Wahrscheinlich würde es sonst zu viele Beschwerden geben, dass die Brotboxen nicht picobello aussehen?

Nichtsdestrotrotz freue ich mich schon, diese ganzen Dosen in den nächsten Tagen im Kindergarten an ihre kleinen Besitzer zu übergeben. Tolle Aktion, am liebsten würde ich direkt beim nächsten Kindergarten weiter machen!

28. Juli 2015
von missgreen
2 Kommentare

Plastic free july – so war’s

plastic-free-july-logo-banner-lgeZack – schon ist der Juli vorbei. Ein plastikfreier Monat sollte es werden – plastic free july!

Wie ist es bei euch gelaufen?

Habt ihr viel verändern können?

Bei mir lief es so durchwachsen, muss ich zugeben. Ich bin wirklich motiviert gestartet, hatte so einige Punkte im Hinterkopf, für die ich plastikfreie Alternativen suchen wollte. Pflanzenmilch, Tofu, aber auch Schöpflöffel aus Holz sowie Wasch- und Putzmittel standen auf meiner imaginären Liste. Außerdem wollte ich beim ganz normalen Einkauf wirklich konsequent verpackungsfrei bleiben, denn mittlerweile kenne ich doch für Obst und Gemüse, Brot, Hülsenfrüchte und Getreide plastikfreie Einkaufsgelegenheiten.

pflanzenmilch tofu

Doch ich hatte es mir wohl zu einfach vorgestellt. Der Juli war ein arbeitsreicher Monat, vor der Ferienzeit musste alles mögliche fertig gestellt, ausgefüllt und abgegeben werden. Wenn ich mir im Nachhinein meinen Kalender anschaue, wundere ich mich gar nicht, dass ich kaum Zeit hatte, gemütlich und in Ruhe einkaufen zu gehen. Manchmal musste ich mit dem Supermarkt nebenan vorlieb nehmen oder eben unterwegs dort einkaufen, wo ich gerade vorbei kam, weil einfach keine Zeit war, extra zum Bioladen oder auf den Markt zu fahren.

GurkenSuper geklappt hat aber das Foodsharing! Ich habe mehrmals ganz tolles Obst und Gemüse geschenkt bekommen, was weggeworfen worden wäre. Einmal gab es sogar Einlegegurken, so dass ich jetzt einen kleinen Vorrat an Gewürzgurken im Keller stehen habe!

Foodsharing kann ich euch wirklich ans Herz legen, vielleicht gibt es in eurer Nähe ja auch eine aktive Gruppe (www.foodsharing.de).

 

SojamilchUnd noch ein kleiner Erfolg: ich habe Sojamilch in Pfandflaschen entdeckt. Von Granovita gibt es diese 0,5l-Flasche, ich habe sie im Bioladen entdeckt. Allerdings ist diese Sojamilch doppelt so teuer wie die Sorten im Tetrapack!

Hafer- oder andere Pflanzenmilch scheint es nicht in Flaschen zu geben, da bleibt nur der Tetrapack oder das Selbstmachen.

Auf jeden Fall hat die Aktion „Plastic free july“ dazu geführt, dass ich mit offenen Augen durch die Läden gegangen bin, immer auf der Suche nach plastikfreien Angeboten, die ich bis jetzt vielleicht übersehen hatte. Klar, ich hatte zu wenig Zeit, um wirklich viel umzusetzen, aber aufgeschoben ist ja schließlich nicht aufgehoben! Mein August wird gemütlicher werden als es der Juli war und so möchte ich diese Dinge nach und nach ausprobieren:

Gnocchi

  • Reismilch herstellen (dazu muss aber zuerst mein Mixer aus der Reparatur kommen)
  • Gnocchi selbst machen und testen, ob man sie gut einfrieren kann, denn frische lose Gnocchi gibt es wohl nur auf italienischen Märkten
  • die vegane Theke bei Edeka ausprobieren, vielleicht gibt es dort leckeres Tofu und ganz vielleicht bekomme ich das auch direkt in meine eigene Dose

Der plastikfreie Juli geht bei mir also nahtlos über in den plastikfreien August!

Wie sieht euer Fazit aus?

 

 

 

8. Juli 2015
von missgreen
Keine Kommentare

#1 Einkaufen im plastikfreien Juli

Plastic free july!

Wie läuft es bei euch? Konntet ihr erfolgreich ohne Müll einkaufen?

Ich muss sagen, die Hitze der letzten Tage hat es ja einfacher gemacht. Wer will bei 38°C schon kochen? Wir jedenfalls haben die ganze Zeit kalt gegessen, es gab viele Smoothies, Salate und Eis und so habe ich einfach nur Mengen an Obst und Gemüse eingekauft. Das lässt sich bei uns sehr gut lose im Bioladen besorgen.

IMG_0088[1]

Ein Markteinkauf fehlt mir leider als Foto, der war schneller weggeräumt, als ich knipsen konnte. Dafür zeige ich noch meine Ausbeute vom Foodsharing, da bekam ich noch richtig viel Gemüse geschenkt:

IMG_0092[1]

Ja, der Salat ist in Plastikfolie verpackt. Beim Foodsharing nehme ich so etwas aber trotzdem, denn diese Lebensmittel würden ja in der Tonne landen, da finde ich es doch sinnvoller, sie einfach aufzuessen.

Auf dem ersten Bild sieht man nur ein kleines bisschen, welche Dinge ich noch nicht lose gefunden habe. In den nächsten Tagen werde ich also meinen Foto mit in die Läden nehmen und euch zeigen, was ich eigentlich gerne öfter kaufen würde, wenn da nicht die Verpackung wäre. Vielleicht habt ihr ja noch den ein oder anderen Tipp für mich.

2. Juli 2015
von missgreen
1 Kommentar

Noch mehr Zahnbürstentesterei: Ecobamboo

Eigentlich hatte ich nicht vor, Miss Greens Blog in eine Zahnbürstenteststation zu verwandeln. Doch manche Dinge entwickeln ganz von allein so ein Eigenleben – dieser Blog scheint dazu zu gehören und da lasse ich mich doch nur zu gern überraschen!

Die Überraschung war eine Nachricht von Ecobamboo in meinem Postfach! Sie hatten meine Artikel über die Zahnbürsten von Hydrophil gelesen und fragten, ob ich nicht Lust hätte, auch ihre Zahnbürste einmal zu testen. Ich muss gestehen, dass mich diese Anfrage total überrascht hat. Die kleine, noch recht neue Miss Green bekommt schon so eine Firmenanfrage? Wow! Und ja – natürlich probiere ich gerne auch einmal die Ecobamboo aus, ich kenne sie nämlich noch nicht und es interessiert mich schon, wo da die Unterschiede im Vergleich zur Hydrophil-Bürste sind. Mittlerweile ist eine Zahnbürste in meinem Briefkasten angekommen. So sieht sie aus:

IMG_0090[1]

Die Verpackung ist erst einmal exakt die gleiche wie bei Hydrophil. Ein kleiner Pappkarton. Beim weiteren Auspacken fällt aber gleich die innere Verpackung auf. (In was ist eigentlich die Hydrophilbürste verpackt?? Beschichtetes Papier oder so?) Die Ecobamboo steckt in einer durchsichtigen Folie. Eine Bambuszahnbürste in einer Plastikfolie? Kann das sein?

Eine kurze Recherche auf der Homepage hilft weiter. Diese Folienverpackung besteht aus Maisstärke, welche biologisch abbaubar sein soll.

Klingt erst einmal gut. Aber – was mache ich mit dieser Verpackung? Soll ich sie auf meinem Kompost entsorgen? Ich muss zugeben, mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn ich so eine Folie auf meinen Kompost werfen soll. Das kommt mir sehr merkwürdig vor. Oder sollte ich diese Verpackung in unsere Biotonne werfen? Das hiesige Kompostwerk wäre davon nicht begeistert und schreibt dazu:

Kompostierbares Plastik wird bei der Vorsortierung der Bioabfälle im Kompostwerk zusammen mit den anderen Störstoffen maschinell aussortiert und als Restmüll entsorgt.

Na klasse, die Sortieranlage kann also gar nicht unterscheiden, ob ich normales Plastik, Bioplastik oder sonstigen Müll in meine Biotonne geworfen habe und sortiert einfach alles aus.

Eine andere Problematik kommt aber noch dazu, denn sie schreiben weiter:

Eigene Kompostierungsversuche von Verpackungen aus biologisch abbaubaren Werkstoffen haben gezeigt, dass Biofolien auch nach cirka sechs Monaten noch nicht kompostiert waren. Der Rotteprozess im Kompostwerk ist aber verfahrenstechnisch auf 10 Wochen beschränkt.

Wenn das Bioplastik selbst im Kompostwerk nach ewig langer Zeit noch nicht verrottet ist, dann möchte ich diese Folie auch nicht in meinem Komposthaufen haben. Das Verrotten in unserem Garten dauert ja sowieso schon wesentlich länger als im Kompostwerk (10 Wochen – unser Kompost liegt mindestens ein Jahr!), wer weiß also, wie lange eine solche Folie bräuchte, um in meinem Garten zu verrotten.

Also wohin mit dieser Folie? Es scheint mir, als gäbe es für Bioplastik noch gar keine adäquate Entsorgungsmöglichkeit.

Wie steht ihr denn zu diesen biologisch abbaubaren Plastikverpackungen? Findet ihr die Idee gut oder steht ihr dem Ganzen skeptisch gegenüber?

So, zurück zur Zahnbürste… die wandert nun natürlich zum Ausprobieren ins Bad!

1. Juli 2015
von missgreen
2 Kommentare

Der plastikfreie Juli ist da – Plastic free july!

Heute ist der 1. Juli! Es geht also los mit dem Projekt „plastic free july„. Wer ist dabei? Wer macht mit? Was werden eure Herausforderungen sein?
plastic-free-july-logo-banner-lge
Bei den nächsten Einkäufen wird mich ab heute meine kleine Kamera begleiten, damit ich fotografieren kann, was alles in meinem Einkaufskorb landet, aber auch, damit ich euch zeigen kann, was ich gern gekauft hätte, es mir dann aber aufgrund der Plastikfrei-Challenge verkniffen habe. Ich hoffe nämlich auf gute Tipps eurerseits!

Manche Dinge weiß ich schon jetzt: ich habe bisher kein unverpacktes Tofu gefunden, keine Vollkornnudeln, keine gute Schoki und keine Müsliriegel. Da heißt es also entweder darauf zu verzichten oder selbst machen. Naja und manchmal werde ich es bestimmt auch nicht schaffen,, 100% plastikfrei einzukaufen. 

Seid ihr dabei? Welches werden eure Herausforderungen sein?

Plastikfreier Juli – ich komme!

24. Juni 2015
von missgreen
6 Kommentare

Hydrophilbürstenupdate

Super Titel, könnte man den nicht noch ein bisschen länger machen?

Vor ungefähr vier Wochen habe ich zum ersten Mal über unsere neuen Bambuszahnbürsten berichtet. Jetzt putzen wir seit ca. zwei Monaten mit den Bürsten von Hydrophil und ich möchte ein kurzes Update geben.

Die erste Kinderbürste hat ja schon das Zeitliche gesegnet, daher zeige ich euch hier die restlichen drei Bürsten. So sehen sie nach gut zwei Monaten Benutzung aus:

DSC01797

Die Kinderzahnbürste unserer Kleinsten hatte tatsächlich einiges auszuhalten. Man kann richtige Bissspuren erkennen! Wer braucht schon Beißringe oder andere Kauteile, wenn man eine Bambuszahnbürste hat? Aber Spaß beiseite: wenn ich mir überlege, dass Mini früher auf ihren Plastikzahnbürsten genauso herumgebissen hat, will ich gar nicht wissen, wieviele Plastikstückchen sie da schon abgekaut und versehentlich mitgegessen hat. Das ist bestimmt alles andere als gesund! Die Köpfe der Plastikbürsten sahen wirklich manchmal übel aus, da bin ich froh, dass wir auf plastikfreie Bürsten umgestiegen sind. So einer Holzbürste macht das Herumgekaue einfach wesentlich weniger aus.

DSC01802

Die großen Bürsten sehen nach wie vor top aus! Ich finde, man kann ihnen nicht ansehen, ob wir sie seit gestern benutzen oder seit einem halben Jahr. Da heißt es also, rein aus hygienischen Gründen regelmäßig eine neue auszupacken – wir jedenfalls haben unsere Zahnbürsten nicht kaputt gekriegt.

Und was macht Bürste Nr. 1? Die Kinderzahnbürste, die nach kurzer Zeit schon Borsten verloren hat? (Hier hatte ich darüber berichtet.) Sie war ja als Testobjekt in unser Gemüsebeet umgezogen. Dort wohnt sie nun seit einem Monat und sieht mittlerweile so aus:

DSC01807

Da ist also noch nichts verrottet, die Zahnbürste sieht aus wie zuvor, nur etwas erdiger. Ist aber auch klar, in vier Wochen kann da nicht viel passieren, zumal es in der ganzen Zeit auch noch total trocken war (bis auf die letzten paar Tage). Vielleicht kann Hydrophil ja noch einmal etwas dazu sagen, wie lange die Bürsten brauchen, bis sie verrottet sind? Ich werde auf jeden Fall auf meiner Facebookseite nachfragen.

Alles in allem: wir sind mit den Bambuszahnbürsten absolut zufrieden, haben nichts zu meckern und putzen gerne mit ihnen weiter.

 

Noch mehr Zahnbürstentestberichte findest du hier: Baumfrei und Sidco, außerdem noch Ecobamboo.

 

20. Juni 2015
von missgreen
6 Kommentare

Plastic free july?

Gerade bin ich beim Stöbern und Lesen über die Challenge „plastic free july“ gestolpert. Wieso ich davon bisher noch nichts gehört hatte, weiß ich auch nicht, denn die Challenge gibt es ja nicht zum ersten Mal.

Die Idee ist einfach: „Attempt to refuse single-use plastic during July.“ Einfach nur keine Plastik-Einmalartikel verwenden. Einfach?

Als ich jetzt davon gelesen habe, war mein erster Impuls. „Super, das mach ich!“ Direkt danach folgte ein: „Uffz, ein ganzer Monat! Schaffe ich das? Schaffe ich das schon?“

Ja, ich muss zugeben, einen ganzen Monat komplett plastikfrei zu bleiben, erscheint mir noch sehr schwierig. Das ist echt schon was für Fortgeschrittene! Andererseits ein toller Anlass, gemeinsam mit anderen einfach mal zu probieren, was geht. Durch so eine Challenge kommt man ja immer auch ein paar Schritte weiter.

Ich sollte mich echt aufraffen. Einfach mal mitmachen. Ausprobieren.

Wer macht noch mit? Du? Schreibs doch mal in den Kommentar, ob du dich traust.