Kampf den Plastikbechern – Hummus selbst herstellen

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Isst du auch so gerne Hummus? Ich liebe es! Eine Portion Hummus mit einem Teller Karottensticks und Brokkoliröschen und mein Abendessen ist gerettet.

So ein kleiner Becher Hummus reicht bei dieser aktuellen Sucht gerade einmal zwei Tage. Wenn hier die ganze Familie fleißig mitdippt, wären das im Monat um die zehn Becher. Nee, das geht so nicht! Da muss eine besser Lösung her!

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Also habe ich mich hingesetzt und Rezepte gewälzt. Es gibt unendlich viele. Mit Knobi, ohne Knobi. Mit Ingwer, ohne Ingwer. Mit Tahin, mit Walnüssen, mit roter Bete, mit Zitrone, mit Tomatenmark… mir schwirrt der Kopf!

Für den ersten Versuch habe ich mich jetzt an der Zutatenliste des gekauften Hummus orientiert, denn das hat uns schließlich geschmeckt.

Los ging’s:

  • 100g trockene Kichererbsen habe ich eingeweicht und am nächsten Tag weich gekocht. Dann habe ich sie gemixt, zusammen mit
  • Olivenöl
  • etwas Petersilie
  • einer halben Zehe Knobi
  • einem halben Teelöffel Kreuzkümmel
  • dem Saft einer halben Zitrone,
  • einem Teelöffel Honig
  • etwas Salz, Pfeffer und Paprikapulver

Schockiert war ich über die Menge an Öl, die ich zugeben musste, damit das Ganze überhaupt eine Creme wurde. Puh! Geht das auch anders? Was kann man sonst nehmen?

Nach einem Tag ist mein Hummus durchgezogen und schmeckt passabel. Yippieh, erster Versuch gelungen. Nun kann es an die Optimierung gehen.

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Ach ja: bei mir ist das tatsächlich ein Zero Waste-Hummus, denn ich kann die Kichererbsen lose kaufen. „Geht bei mir nicht, kein Unverpacktladen“, höre ich euch schon rufen. Na klar, Kichererbsen lose kaufen zu können, ist Luxus. Aber auch ohne das lohnt es sich, Hummus selbst zu  machen. Kleines Rechenbeispiel gefällig?

Aus meinen 100g getrockneten Kichererbsen habe ich ein Glas Hummus erhalten, sogar größer als der gekaufte Hummus-Plastikbecher. Kaufe ich die Kichererbsen ganz normal im Laden, bekomme ich sie in der Regel in einer 500g-Packung. Daraus kann ich also fünf Gläser Hummus herstellen, was schätzungsweise 6-7 gekauften Hummusbechern entspricht. Die DIY-Variante ist dem gekauften Hummus müllmäßig also weit überlegen.

Geschmacklich auch? Naja, es war nicht schlecht. Bestimmt geht es noch besser, deshalb frage ich euch: was ist euer liebstes Hummusrezept? Welche Zutat muss auf jeden Fall drin sein? Wie schmeckt Hummus am besten?

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5 Kommentare

  1. ja du kannst noch wasser dazu geben, damit du nicht so viel öl nehmen musst (es geht auch das wasser, indem die kichererbsen eingelegt sind)

    • missgreen

      Ja, ich habe jetzt auch ein Rezept gefunden, in dem Gemüsebrühe verwendet wird. Das geht gut, ohne dass der Geschmack leidet.
      Die Kichererbsen kaufe ich gerne getrocknet, ich habe das Glück, dass ich sie lose kaufen kann. Einerseits mag ich den Geschmack der eingelegten Kichererbsen nicht so gerne, andererseits lasse ich sie auch gerne keimen und das geht mit den eingelegten ja nicht mehr.

  2. Ich packe noch Tahin mit rein und Sesam, weil ich Stückchen ganz gut find. :-)

  3. Das machen wir auch, am liebsten mögen wir es, wenn noch eine große Messerspitze edelsüßes Paprikapulver (leider plastikverpackt) mit dabei ist. Die Kichererbsen bekomme ich hier, (wie auch die Linsen) in 5kg Beuteln in den türkischen Lebensmittelgeschäften, vielleicht findest Du soloche auch in hd?
    Lg
    Nike

    • missgreen

      Ich habe hier das große Glück, einen kleinen (aber feinen) Unverpacktladen in der Stadt zu haben. Da bekomme ich also Kichererbsen lose, aber auch allerhand Gewürze. Sooo toll! :-)

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