Müllfreie Weihnachtsbäckerei: selbstgemachtes Orangeat und Zitronat aus nur zwei Zutaten

| 13 Kommentare

Oh du Glücklicher, der du einen gut sortierten Unverpacktladen in der Nähe hast! Wir alle anderen stoßen bei der Weihnachtsbäckerei nämlich nur zu schnell an die Grenzen des plastikfreien Einkaufens. Orangeat und Zitronat sind dafür gute Beispiele.

Hast du diese Backzutaten bereits lose gekauft? Ja? Dann schreib‘ doch einen Kommentar, wo du fündig geworden bist.

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Ich habe bereits vor einigen Jahren begonnen, Orangeat selbst herzustellen. Damals war mir vor allem wichtig, nicht das zuckergetränkte Zeugs mit dieser merkwürdigen Konsistenz zu essen, das kaum noch nach Orange schmeckt.

Die Herstellung von Zitronat oder Orangeat ist denkbar einfach und du schlägst damit fünf Fliegen mit einer Klappe:

  • Du bekommst Orangeat fast zum Nulltarif, wenn du Orangen isst.
  • Du nutzt die gesamte Orange, anstatt die Schalen wegzuwerfen.
  • Dein eigenes Orangeat schmeckt viel besser und orangiger als gekauftes.
  • Es ist zuckerfrei!
  • Dein Mülleimer freut sich, denn du verursachst keinen Verpackungsmüll.

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Und so geht es:

Du brauchst nur zwei Zutaten, nämlich unbehandelte Bio-Orangen und Honig. Die Orangen werden mit einem Sparschäler geschält. Ich nehme dazu ganz gerne einen Schäler, der etwas dicker hobelt. Die Schalen schneide ich nun in Würfel und vermische sie in einem Glas mit Honig. Gut umrühren, alle Orangenwürfel sollten mit Honig bedeckt sein.

Du möchtest es genauer und brauchst Grammangaben? Dann halte dich an die Faustregel: mindestens genauso viel Honig wie Orangenschalen.

Das Ganze sollte nun einige Zeit durchziehen. Wer, wie ich in diesem Jahr, nicht frühzeitig daran gedacht hat, das Orangeat vorzubereiten, kann es bereits am nächsten Tag zum Backen verwenden. Leckerer schmeckt es aber, wenn die eingelegten Würfel eine oder mehrere Wochen Zeit bekommen. Merkzettel für’s nächste Jahr: bereits Anfang November Orangeat ansetzen, dann ist es am 1. Advent backfertig!

Die Würfelchen siebe ich ab, den entstandenen Honig-Orangen-Sirup fange ich auf und benutze ihn zum Süßen von Tee oder was mir sonst gerade so einfällt.

Zitronat lässt sich natürlich auf die gleiche Art und Weise herstellen!

So, welche Pläne hast du mit deinem Honig-Orangeat? Oder bevorzugst du doch lieber die Zitronenvariante? Meine Orangenwürfelchen werden jedenfalls in einem leckeren Stollen verbacken, mmmh, auf den freue ich mich schon!

 

Mit diesem Blogpost beteilige ich mich an der Blogparade „Einfach. Nachhaltig.Besser. Leben.“.

13 Kommentare

  1. Ach, danke schön für dieses prima Rezept!!! Allerdings – nur weil Honig dran ist, ist es ja eigentlich nicht wirklich zuckerfrei. Der Honig enthält doch auch Zucker… (Glucose und Fructose). Aber trotzdem vieeeeel besser als dieser gekaufte Kunststoff!!!

  2. Danke für diese einfache Methode
    Was könnte man als Ersatz nehmen, wenn man keinen honi nutzen möchte?

    • missgreen

      Gute Frage, welche Süßungsmittel benutzt du denn sonst? Wenn es vegan sein soll, dann könntest du es mit Agavendicksaft versuchen. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.

  3. Hallo!

    Danke für den tollen Tipp für das Orangeat! Eine super DIY-Idee um Müll zu vermeiden. Ganz mein Ding :-)

    Vielen Dank fürs Verlinken zu EiNaB!

    lg
    Maria

  4. Was für eine super Idee! Du hast Recht, das gekaufte Zeug schmeckt einfach… bäh, mal sehen, wie die Lebkuchen dann mit selbstgemachtem schmecken. Hast du Erfahrungen zur Haltbarkeit? Also, wenn man nicht alles aufbraucht?
    alles liebe, frederike

    • missgreen

      Liebe Frederike, ganz konkret kann ich dir gar nicht sagen, wie lange das Orangeat haltbar ist. Wenn ich rechtzeitig dran denke, dann fange ich Ende Oktober schon an, Orangenschalen zum Stollen backen zu sammeln. Da ist mir bisher noch nie etwas schlecht geworden. Ich denke, dass der Honig konservierend wirkt und die Schalen problemlos 4 Wochen stehen bleiben können. So riesige Mengen stelle ich aber auch nicht her, nach Weihnachten ist immer alles weg. :-)

  5. supergute Idee ….

    genial einfach – einfach genial

  6. Hallo Miss Green,
    danke für das supereinfache Rezept! Mir gefällt besonders, dass man noch was Sinnvolles mit Orangen- und Zitronenschalen anstellt. Ich brauch selbst sehr selten Orangeat oder Zitronat, bisher noch nie. Aber kann ja noch werden :-)
    Viele Grüße und danke fürs Mitmachen bei EiNaB,
    Marlene

    • missgreen

      Hallo Marlene, ich benutze auch sehr selten Zitronat. Nach Weihnachten überhaupt nicht mehr! Vielleicht brauchen wir noch eine Rezeptsammlung für Zitronat und Orangeat, jetzt, wo wir es so toll herstellen können. 😀

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