26. Februar 2017
von missgreen
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2017 – neues Jahr, neues Sortiment

2017 ist da und nach einer Winterpause im Dezember und Januar (brrrrr, war das kalt, zu kalt für eine Frostbeule für mich) war letzte Woche endlich der erste Miss Green-Markttag!

Schön war es, bekannte Gesichter haben an meinem Stand vorbei geschaut, sich gefreut, geschwätzt, eine Kundin hat mir sogar kleine Glasbehälter für die Denttabs mitgebracht. Wie toll, so ein Engagement, ich habe mich total gefreut.

Natürlich hatte ich das bewährte Sortiment dabei: Seife und Haarseife, Gemüse- und Brotbeutel, Zahnputztabletten und Bambuszahnbürsten.

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Aber es gibt auch etwas Neues!

Endlich endlich konnte ich nämlich verwirklichen, was mir schon seit Langem im Hinterkopf herumschwirrte: unverpackte Lebensmittel mit auf den Markt bringen.

In keinem normalen Laden kann ich Nudeln, Reis, Müsli oder Hülsenfrüchte ohne Plastikverpackung bekommen. Nirgends. Deshalb bin ich so froh, dass ich euch nun dank der großartigen Kooperation mit Anna von „Annas Unverpacktes“ genau diese Lebensmittel lose anbieten kann. Letzte Woche habe ich klein angefangen: Reis, Nudeln, Linsen und Studentenfutter. Dies ist kein feststehendes Sortiment, ich werde mich nach euren Nachfragen richten. Also bitte: schreibt mir, was ihr braucht. Erzählt mir auf dem Markt, was ich euch mitbringen soll!

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Als Verpackung hatte ich sowohl leere saubere Gläser in verschiedenen Größen dabei, aber auch Papiertüten. Schließlich konnte ich beim ersten Mal nicht davon ausgehen, dass irgendwer seine eigenen Behälter dabei hat. Ich hätte aber nicht mit dem Ehrgeiz meiner Kunden gerechnet. Kein einziger wollte eine Tüte haben! Alle waren sich einig: wenn es schon unverpackte Lebensmittel gibt, dann auf keinen Fall in eine Tüte packen. Großartig! In dem einen Rucksack fand sich ein Baumwollbeutel für die Nudeln, jemand anderes hatte ein leeres Glas dabei. Besonders heiß diskutiert wurde die Frage, ob Zahnputztabletten vielleicht im leeren Geldbeutelfach transportiert werden könnten…

Der nächste Markttag wird der 11. März. Ich hoffe, das Wetter spielt mit. Änderungen gebe ich auf jeden Fall auf Facebook bekannt!

Du möchtest im März etwas Bestimmtes bei mir lose einkaufen? Schreib mir einen Kommentar unter diesem Artikel oder eine Nachricht auf Facebook. Wir sehen uns dann auf dem Markt!

5. Juli 2016
von missgreen
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Die perfekte Einkaufsvorbereitung im plastikfreien Juli

Und schon geht es los. Aber wie eigentlich? Wie fängst du an?

Am besten mit der passenden Einkaufsvorbereitung. Nicht einfach spontan in den Laden rennen! Das ist wirklich keine neue Weisheit, aber zum plastikfreien Einkauf ist es unverzichtbar.

Zuerst kurz nachdenken, vielleicht eine Liste schreiben und dann auf alle Fälle mitnehmen: Korb, Tasche oder Rucksack. Perfekt wären dann noch kleine Beutel für Gemüse oder Brot und Behälter für Käse, Oliven und was es sonst noch Leckeres gibt. Mein Einkaufskorb sieht immer so aus:

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Du hast keine Gemüsebeutel? Ich finde sie unverzichtbar und würde sagen, nichts wie ran. Kaufen, schenken lassen oder selbst nähen. Ganz egal wie, aber besorge dir ungefähr 3-5 Beutel. Damit bist du für den Gang durch die Obst- und Gemüseabteilung gewappnet. Mit der Zeit wirst du merken, wie viele du brauchst und kannst dich entsprechend ausstatten.

Ich habe die Onya Weigh Bags (hier hatte ich schon darüber geschrieben) oder die Naturtaschen dabei (Bericht folgt!). In die Baumwollbeutel packe ich Brot und Brötchen, aber auch mal Kaffeebohnen, Nüsse oder Trockenfrüchte. Die durchsichtigen Onya Bags sind ideal für jegliches Obst und Gemüse, weil die Kassierer durch den Stoff sehen können, was drin ist und nicht jeden Beutel vor dem Wiegen aufmachen müssen.

Also: die Aufgabe für alle, die noch ohne Gemüsebeutel sind, ist wohl klar. 😀

Welche Beutel hast du? Was findest du sonst noch praktisch, um verpackungsfrei einzukaufen?

30. Juni 2016
von missgreen
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Lust auf eine Challenge? Plastic free july 2016

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Morgen ist es soweit: Start in den plastikfreien Juli!

Plastic free july, für die einen der Start ins Müllreduzieren, für die anderen vielleicht ein Anlass, die ein oder andere Kleinigkeit im eigenen Haushalt noch nachhaltiger zu gestalten.

Was nimmst du dir vor?
Keine Plastiktüten beim Einkauf mehr?
Kein Coffee-to-go-Becher mehr?
Ein plastikfreies Badezimmer?

Wenn ich in den Artikel vom letzten Jahr reinlese, dann stellen sich noch immer die gleichen Fragen: Tofu, Müsliriegel, Vollkornnudeln, Schoki. Das sind noch immer unsere Plastiksünden, das ließe sich wohl nur durch Verzicht lösen.

Ich habe mir für dieses Jahr aber vorgenommen, im Juli noch einmal genau hinzuschauen. Welcher Müll fällt immer wieder an? Es soll ein Monat der Bestandsaufnahme werden, natürlich mit dem Hintergedanken, direkt Alternativen zu suchen. Gleichzeitig lasse ich euch einen Blick in meine Schränke werfen um zu zeigen, dass manche Umstellungen wirklich einfach sind.

Also, lassts uns wagen! Auf in einen möglichst müllfreien Monat!

10. Mai 2016
von missgreen
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Zahnbürstentest, der Dritte: Baumfrei und Sidco

Es ist wieder Zahnbürstentestzeit!

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Die Vorgeschichte: Bisher hatte ich ja auf dem Markt Hydrophil-Bürsten dabei. Das waren noch die alten, aus dem letzten Jahr, mit Nylon4-Borsten. Die gibt es ja jetzt nicht mehr…

Da ich auf dem Markt ganz oft nach anderen, natürlicheren, Borsten gefragt wurde, testen wir hier daheim gerade Zahnbürsten von Baumfrei und Sidco. Beide bestehen zu 100% aus Bambus. Die Borsten sind aus Bambusviskose – klar, das ist auch kein wirklich natürliches Material mehr. Die einzigen „richtig“ natürlichen Borsten sind wohl Schweineborsten. Die allerdings möchte ich weder in meinem Mund haben noch verkaufen. Es bleibt also die Wahl zwischen Nylon, Nylon4 oder Bambusviskose.

Welches Material ist umweltschonender in der Herstellung? Was ist wirklich kompostierbar? Ich würde wohl bei allen drei Sorten den Bürstenkopf abbrechen und in den Restmüll werfen, nicht auf den Kompost.

Nun aber zum Test:
Auf den ersten Blick sehen die beiden Bürsten fast gleich aus. Die Verpackung gibt sich nichts, denn die Plastikverpackung der Baumfrei-Bürste wurde gerade auf Papier umgestellt.

Bei genauerem Hinsehen fällt dann aber auf, dass die Borsten ganz unterschiedlich sind. Bei Sidco (unten) sind die Borsten gerade abgeschnitten, bei Baumfrei (oben) haben die Borsten verschiedene Längen. Das sieht zwar ausgefranst aus, hat aber seinen Sinn: diese Borsten sollen viel besser in die kleinsten Zwischenräume kommen, so dass man gründlicher putzen kann.

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Das fühlt sich im Praxistest auch tatsächlich ganz unterschiedlich an. Die Baumfrei-Bürste ist weich, ich hatte wirklich das Gefühl, mit den unterschiedlich hohen Borsten in die hintersten Eckchen zu kommen. Ein richtig sauberes Mundgefühl! Allerdings muss man vorsichtig putzen, bei zu viel Druck piekst man sich schon mal ein bisschen ins Zahnfleisch. Für Sanftputzer wie mich aber kein Problem.

Die Borsten der Sidco sind etwas härter, ich würde die Stärke als „mittel“ betiteln. Allerdings ist der Bürstenkopf auch größer als bei Baumfrei. Ich glaube, ich hatte noch nie eine Bürste mit so einem großen Bürstenkopf und finde das recht unhandlich. Mit einem kleinen Bürstenkopf komme ich dann doch besser an alle Zähne dran. Das gab Punktabzug.

Ich war also schon drauf und dran, eine große Baumfreibestellung aufzugeben, als plötzlich alle Familienmitglieder, die beim Bürstentest mitmachten, gerötetes und gereiztes Zahnfleisch bekamen. Was war das denn!? Wir haben also schnellstens unsere alten Zahnbürsten wieder benutzt und der Spuk war recht schnell vorbei. Hä? Diese Reaktion konnten wir uns nicht erklären.

Puh, was also tun? Bei Hydrophil bleiben? Mit diesen Bürsten waren bisher Groß und Klein zufrieden, allerdings sind die Borsten eben jetzt aus Nylon. Das lehnen nicht wenige von euch ab.
Bei Sidco ist mir der Bürstenkopf zu groß.
Baumfrei fand ich super, ich lese auch überall nur positives Feedback. Ich wüsste zu gern, was da bei uns solche Probleme verursacht hat! Mittlerweile benutze ich die Baumfreibürste ab und zu wieder, um auszuprobieren, ob ich mich vielleicht erst langsam an diese Borsten gewöhnen muss.

Das Fazit: mein Zahnbürstenlager ist fast leer und ich weiß nicht, was ich für den nächsten Markttag bestellen soll. Na klasse!

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9. April 2016
von missgreen
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Markttag mit den ersten Stammkunden

Heute war der 2. Markttag. Er war ganz anders als der erste!

Schön war es! Wie könnte es auch anders als schön sein, wenn mir nette Menschen erzählen, dass sie extra wegen meinem Stand gekommen sind. Dass sie extra früher aufgestanden sind, damit bei mir noch nicht alles weggekauft ist. Dass sie sich schon als Stammkunden bezeichnen. Dass sie mein größter Facebook-Fan sind! (Unglaublich, oder? :-) )

Ein großes DANKE an euch alle! Eure Unterstützung motiviert total und die interessanten Gespräche helfen mir, Miss Green nach euren Wünschen und eurem Bedarf weiter zu entwickeln. Eure Fragen sind also jederzeit hochwillkommen!

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Heute war definitiv Seifentag! Die Rasierseife, die ich nur testweise bestellt hatte, war schon nach kurzer Zeit komplett ausverkauft. Auch andere Sorten sind restlos weg.
Ich glaube, ich habe den halben Vormittag nur übers Haare waschen gesprochen. So viele Frauen waren unzufrieden mit ihren Haaren, benutzen unzählige Pflegeprodukte und kommen dennoch nicht gut zurecht. Ich überlege, fürs nächste Mal einen Flyer zum Thema „Waschen mit Haarseife“ zu gestalten, das Interesse scheint wirklich groß zu sein.

Auch Zahnbürsten waren wieder gefragt, so dass mein Vorrat allmählich zur Neige geht. Nun muss ich mich entscheiden, welche Zahnbürsten ich nachkaufe. Wir testen hier zu Hause bereits fleißig, doch die Entscheidung ist nicht so einfach. Hydrophil mit Nylonborsten? Umsteigen auf Bambusviskose? Zum Beispiel Sidco? Oder doch Baumfrei?
Der Blogartikel, in dem ich unsere Erfahrungen mit den verschiedenen Bürsten zusammen fasse, dürfte in ein paar Tagen fertig sein. Welche Zahnbürsten sind eure Favoriten? Welche wünscht ihr euch?

Ich gehe jetzt erstmal meinen Kalender suchen. Der nächste Markttag will geplant werden!

 

 

11. März 2016
von missgreen
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Sortimentsvorstellung: Verpackungsfrei einkaufen mit den Onya Weigh Bags

… oder legst du deinen Feldsalat lose in den Einkaufskorb?

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Nach und nach möchte ich euch gerne mein Sortiment vorstellen. Bisher sind das alles Dinge, die ich auf meinem Weg ins plastikarme Leben gefunden habe und die sich bei mir gut bewährt haben. Ich möchte nicht einfach irgendetwas verkaufen, sondern lege genau das auf meinen Markttisch, was ich selbst gern benutze.

Heute, im ersten Artikel dieser Reihe möchte ich euch die Onya Weigh Bags vorstellen.

Diese genialen Beutel haben mir den Einstieg in das plastikfreie Einkaufen sehr erleichtert. Wie in diesem Artikel berichtet, dachte ich, der Verzicht auf Verpackungen sei bei Obst und Gemüse am leichtesten. Doch was ist mit all dem Kleinkram? Feldsalat? Trauben? Nüsse? Selbst, wenn all das im Bioladen oder auf dem Markt lose angeboten wird, hilft mir das wenig, wenn ich zum Abwiegen und für den Heimweg dann doch wieder ein Tütchen benutze. Denn ich lege zwar vieles lose in meinen Korb, aber meine Mandeln möchte ich daheim dann doch nicht mühsam aus allen anderen Einkäufen heraussuchen müssen.

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Da kamen mir die Onya Weigh Bags gerade recht. Seit ich sie habe, sind sie im Dauergebrauch! Der blaue Beutel mit Karabinerhaken bleibt immer in meinem Einkaufskorb. Im Laden werden die dünnen Tüllbeutel gefüllt, selbst Kleinkram wie Trauben oder Trockenfrüchte kann ich nun endlich müllfrei mitnehmen. Die fünf Stück reichen auch meist für meinen Einkauf. Beim Wiegen fallen die leichten Beutel kaum ins Gewicht, denn einer wiegt nur 10g. Mittlerweile zieht mein Bioladen sogar automatisch ein paar Gramm beim Wiegen ab, denn ich mit meinen Beuteln bin glücklicherweise kein Einzelfall mehr. Ist das bei euch auch schon so?

Daheim angekommen, wandern Gemüse und Salat in den Kühlschrank. Trockenfrüchte fülle ich in Gläser und stopfe die leeren Tüllbeutel wieder in meine blaue Onya Bag. So ist direkt alles bereit für den nächsten Einkauf. Plastiktütchen kann ich in der Obst- und Gemüseabteilung also endlich ignorieren!

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Euphorisch wie ich war, habe ich direkt eine ganze Kiste der Onya Weigh Bags gekauft. Einige habe ich bereits in meiner Familie weitergereicht, andere am ersten Markttag verkauft, doch es sind noch genug übrig. Vor allem anthrazit und lila gibt es noch.

Möchtest du in diesem Jahr auch keine Plastiktüten mehr in der Gemüseabteilung mitnehmen?

Du möchtest mehr lose einkaufen?

Die Onya Weigh Bags gefallen dir und du braucht unbedingt auch welche?

Ich wurde nun schon so oft beim Einkaufen gefragt, wo es sie zu kaufen gibt. Deshalb, liebe Heidelberger, wenn ihr das vielleicht wart, schreibt mir doch einfach eine Mail (info@miss-green.bio). Ein Onya Bag mit fünf Tüllbeuteln kostet 11€, Versandkosten dürften hier in der Gegend nicht anfallen, bestimmt lässt sich ein Treffpunkt finden.

 

Bringst du auch eigene Beutel zum Einkaufen mit? Welche sind deine Favoriten? Oder gehörst du zu den begabten Näherinnen (ich erblasse vor Neid) und hast dir deine Gemüsebeutel selbst hergestellt?

6. März 2016
von missgreen
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Gewonnen!

Letzte Woche trudelte hier ein großes Paket ein, denn ich habe gewonnen!

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Melanie und Sönke vom Vollwertblog haben zum 4. Bloggeburtstag ein Schlemmerpaket verlost und ich hatte tatsächlich Glück und wurde ausgelost. Das hätte ich nicht erwartet, denn auf ihren Verlosungsartikel gab es 300 Kommentare! (Respekt, ihr beiden, das ist enorm.)

Die ganze Familie hat gespannt das Paket ausgepackt und jeder hat sich über etwas anderes besonders gefreut. Die Kinder waren am meisten über den Kakaoliquor begeistert und hüpften „Schokolaaaade“-schreiend durch die Küche.

Ich bin besonders gespannt darauf, die neuen Sachen auszuprobieren. In der Reisbox sind roter und schwarzer Reis, das habe ich selbst noch nie gekauft. Zu was schmecken diese Sorten denn am besten? Ich muss Rezepte suchen gehen…

Ein paar rohe Köstlichkeiten sind auch mit im Paket. Ob rohe Oliven wirklich anders schmecken? Sind wilde rohe Erdnüsse leckerer als die herkömmlichen? Und was mache ich mit Seegras? 

Ein Minipröbchen Kala Namak war auch dabei. Davon hatte ich nun schon so oft gelesen und habe es daher gleich mit Avocado ausprobiert. Das ist ja ein abgefahrenes Zeug! Dass es wirklich wie gekochtes Ei schmecken würde, hätte ich nicht geglaubt. Echt witzig.

Dann gab es noch acht verschiedene Olivenöle. Die werden bei uns bestimmt ewig halten, denn wir benutzen mittlerweile kaum noch Öl. Zitronen-Olivenöl, Rosmarin-Olivenöl… wir können uns über mangelnde Vielfalt im Ölregal nicht mehr beschweren.

Über die Verpackung braucht man natürlich nicht zu diskutieren. Kleine, einzeln verpackte Probiergrößen sind gerade das Gegenteil von dem, was wir sonst einkaufen. Trotzdem freue ich mich über die Gelegenheit, so viele neue Leckereien ausprobieren zu können!

Ich bin dann mal Rezepte suchen… danke, Melanie und Sönke!

27. Februar 2016
von missgreen
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Der erste Markttag oder „Sind Sie jetzt jede Woche hier?“

Heute war Markttag!

Es sollte ein Testlauf sein und es hat so Spaß gemacht!

Danke ihr Heidelberger, dass ihr so neugierig auf die Welt des Zero Waste seid. Ich weiß gar nicht, wie oft ich die Frage „Kommen Sie jetzt jede Woche?“ gehört habe.

Schon lange hatte ich ihn im Hinterkopf, den plastikfreien Marktstand – heute konnte ich meine Idee endlich in die Tat umsetzen. Es sollte ein Test werden, um zu sehen, ob mir die Rolle als Marktverkäuferin gefällt und ob den Heidelbergern das Müllvermeiden genauso am Herzen liegt wie mir.
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Der Beginn war recht windig, ein paar Mal musste ich meinen Pavillon ordentlich festhalten. Dann aber war schönstes sonniges Marktwetter und es kam Jung und Alt zum Frühstücken, Einkaufen und gemütlichen Zusammensitzen.

Anfangs habe ich mit meinem Stand vor allem vorsichtige neugierige Blicke geerntet, recht schnell haben sich dann aber spannende Gespräche ergeben. Ich bin wirklich überrascht, wie viele Menschen mir berichtet haben, dass sie sowieso schon versuchen, Plastik zu umgehen.

Es war so schön zu sehen, wie sehr sich diese zwei ältere Damen über die Haarseife gefreut haben.
Ich war so überrascht von den anderen Marktverkäufern, die von den Obst- und Gemüsebeuteln dermaßen begeistert waren, dass sie bei ihrer Kundschaft Werbung machten. Diese kamen dann zu mir, kauften Baumwollbeutel und gingen damit zum Kaffeestand, wo sie ihre Bohnen direkt billiger bekamen. Wenn das mal keine spontane geniale Zusammenarbeit ist!

Untitled design(1)Da mein Sortiment heute noch miniklein war, gab es natürlich ständig Fragen nach anderen Produkten. Das war wirklich spannend, denn nach was wurde gefragt? Am häufigsten nach Alternativen zu Zahnpasta und nach Miswakzahnbürsten. Ja und dann natürlich nach unverpackten Lebensmitteln.

Noch etwas wurde ganz deutlich: wenn plastikfrei – dann bitte richtig! Lieber Baumwoll- anstatt Tüllbeutel. Zahnbürsten am liebsten ohne Nylonborsten. Zur Haarseife kein extra Papiertütchen! Respekt, liebe Heidelberger, ihr seid konsequent!

Zum Schluss muss ich noch die Frage beantworten: „Kommen Sie jetzt jeden Samstag?“ Nein, das ist neben Job und Familie nicht drin. Aber ich hatte so viel Freude, dass heute bestimmt nicht der letzte Markttag war.

8. Februar 2016
von missgreen
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Kampf den Plastikbechern – Hummus selbst herstellen

Isst du auch so gerne Hummus? Ich liebe es! Eine Portion Hummus mit einem Teller Karottensticks und Brokkoliröschen und mein Abendessen ist gerettet.

So ein kleiner Becher Hummus reicht bei dieser aktuellen Sucht gerade einmal zwei Tage. Wenn hier die ganze Familie fleißig mitdippt, wären das im Monat um die zehn Becher. Nee, das geht so nicht! Da muss eine besser Lösung her!

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Also habe ich mich hingesetzt und Rezepte gewälzt. Es gibt unendlich viele. Mit Knobi, ohne Knobi. Mit Ingwer, ohne Ingwer. Mit Tahin, mit Walnüssen, mit roter Bete, mit Zitrone, mit Tomatenmark… mir schwirrt der Kopf!

Für den ersten Versuch habe ich mich jetzt an der Zutatenliste des gekauften Hummus orientiert, denn das hat uns schließlich geschmeckt.

Los ging’s:

  • 100g trockene Kichererbsen habe ich eingeweicht und am nächsten Tag weich gekocht. Dann habe ich sie gemixt, zusammen mit
  • Olivenöl
  • etwas Petersilie
  • einer halben Zehe Knobi
  • einem halben Teelöffel Kreuzkümmel
  • dem Saft einer halben Zitrone,
  • einem Teelöffel Honig
  • etwas Salz, Pfeffer und Paprikapulver

Schockiert war ich über die Menge an Öl, die ich zugeben musste, damit das Ganze überhaupt eine Creme wurde. Puh! Geht das auch anders? Was kann man sonst nehmen?

Nach einem Tag ist mein Hummus durchgezogen und schmeckt passabel. Yippieh, erster Versuch gelungen. Nun kann es an die Optimierung gehen.

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Ach ja: bei mir ist das tatsächlich ein Zero Waste-Hummus, denn ich kann die Kichererbsen lose kaufen. „Geht bei mir nicht, kein Unverpacktladen“, höre ich euch schon rufen. Na klar, Kichererbsen lose kaufen zu können, ist Luxus. Aber auch ohne das lohnt es sich, Hummus selbst zu  machen. Kleines Rechenbeispiel gefällig?

Aus meinen 100g getrockneten Kichererbsen habe ich ein Glas Hummus erhalten, sogar größer als der gekaufte Hummus-Plastikbecher. Kaufe ich die Kichererbsen ganz normal im Laden, bekomme ich sie in der Regel in einer 500g-Packung. Daraus kann ich also fünf Gläser Hummus herstellen, was schätzungsweise 6-7 gekauften Hummusbechern entspricht. Die DIY-Variante ist dem gekauften Hummus müllmäßig also weit überlegen.

Geschmacklich auch? Naja, es war nicht schlecht. Bestimmt geht es noch besser, deshalb frage ich euch: was ist euer liebstes Hummusrezept? Welche Zutat muss auf jeden Fall drin sein? Wie schmeckt Hummus am besten?

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25. Januar 2016
von missgreen
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Es geht los: Miss Green goes Wochenmarkt

Nun gibt es Miss Green schon über ein Jahr, eine lange Zeit, in der einige Blogartikel entstanden sind, ich interessante Kommentare und liebe Nachrichten auf Facebook bekommen habe. (Danke dafür!)

Verkauft habe ich hier und da auch schon. Bambuszahnbürsten unters Volk gebracht. Edelstahldosen für unseren Kindergarten organisiert.

Aber jetzt geht es endlich einen Schritt weiter: ich gehe auf den Markt!

Die Gehirndrähte laufen heiß. Was muss ich organisieren? Welche Artikel wären noch interessant? Was muss ich bestellen? Was für ein Schild möchte ich haben? Und und und…

Vor allem aber freue ich mich unglaublich, dass dieser Schritt nun möglich ist. Es gibt so tolle Alternativen zu Plastikgegenständen, die es aber in keinem Laden zu kaufen gibt. Diese Dinge müssen bekannt gemacht und unter die Leute gebracht werden. Nicht jeder ist schließlich in Plastikfreigruppen unterwegs und bestellt seine Zahnbürsten extra online.

In den nächsten Wochen werde ich also ein kleines, feines Sortiment zusammenstellen und zum ersten Mal einen plastikfreien Markstand eröffnen.

Hast du noch Ideen und Tipps, was ich unbedingt ins Anfangssortiment aufnehmen soll? Welche Artikel sind ein must-have? Was hättest du gern, kannst es aber in keinem Laden kaufen? Ich freue mich auf eure Anregungen!